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Unsere Tradition der Nächstenliebe

Diakonie (übersetzt „Dienst“) ist Menschenliebe. Wir orientieren uns in unserem Handeln an Jesus, der sich besonders für Menschen einsetzte, die benachteiligt und auf Unterstützung angewiesen sind. Ihnen gilt es, Gottes Liebe nicht nur zu sagen, sondern sie konkret erfahrbar werden zu lassen. 

Wir arbeiten mit allen Menschen zusammen, die diese Ziele mit uns teilen, egal, welches Geschlecht, welcher Nationalität, welche Hautfarbe, welche Religion jemand hat. Dieser gemeinsame Dienst für andere Menschen verbindet uns in der Diakonie über alle unterschiedlichen Aufgaben hinweg. Gegenseitige Achtung und Wertschätzung sowie eine faire Vergütung, die zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern ausgehandelt wird, sind für uns selbstverständlich.

Für alle Menschen: Die Botschaft der Nächstenliebe

Die Botschaft der Nächstenliebe ist das zentrale Fundament unserer diakonischen Arbeit. Jesus Christus hat sie uns eindrucksvoll vorgelebt. Und er hat uns den Auftrag gegeben, nicht nur füreinander, sondern auch für alle Menschen, unabhängig von ihrer Kultur, Religion, ihrem Alter, Geschlecht oder ihren kognitiven und körperlichen Kräften, da zu sein.

Im Neuen Testament finden sich dafür zahlreiche Geschichten und Beispiele, so etwa die bekannte Geschichte vom barmherzigen Samariter im Lukasevangelium (Lukas 10, 25-37) oder Jesu Worte über Werke der Barmherzigkeit im Matthäusevangelium (Matthäus 25, 34-40).

Der christliche Glaube ermöglicht uns Vergebung, Versöhnung, Vertrauen, Hoffnung, Zuversicht, Mut, Freude und Kreativität. In diesem Sinne ist die Diakonie eine Organisation, die aus der Kraft der Botschaft von Gottes befreiender Liebe lebt und handelt.


Für alle: Irische Segensworte

Mögest du immer einen Menschen an deiner Seite haben, 
der dir Vertrauen gibt, wenn es dir an Licht und Kraft gebricht. 

Dass jede Gabe, die Gott dir schenkt, mit dir wachse, 
und dir dazu diene, denen Freude zu schenken, die dir begegnen. 
Dass du immer einen Freund hast, der es wert ist, so zu heißen, 
dem du vertrauen kannst, der dir hilft, wenn du traurig bist, 
der mit dir gemeinsam den Stürmen des Lebens trotzt. 
Und noch etwas wünsche ich dir: 
Dass du in jeder Stunde der Freude 
und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst - 
Das ist mein Wunsch für dich - heute und alle Tage. 

Möge Gott auf dem Weg, 
der vor dir liegt, vor dir hergehen. 
Mögest du dabei die hellen Fußstapfen des Glücks finden 
und ihnen auf dem ganzen Weg folgen. 

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken. 
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen 
und der Regen um dich her die Felder tränken. 
Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen, 
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten. 

Gott möge bei dir auf deinem Kissen ruhen. 
Deine Wege mögen dich aufwärts führen, 
freundliches Wetter begleite deinen Schritt. 
Und mögest du längst im Himmel sein, 
wenn der Teufel bemerkt, 
dass du nicht mehr da bist. 

Gott segne jeden Schritt, den ich mache 
und segne den Grund unter meinen Füßen. 

Diakonische Kultur: Gelebte evangelische Grundlage

Diakonische Einrichtungen und Dienste sind die organisierte, gelebte, praktizierende Soziale Arbeit der Evangelischen Kirche. An den meisten Orten gehören hierzu deshalb Zeichen, Ausdrucksformen und Elemente des christlichen Glaubens. Hierzu zählen u.a. Gottesdienste am Sonntag und zu besonderen Anlässen, das Feiern der christlichen Feste, Aussegnungs- und Trauerfeiern, Bibeltage, Andachten, Tischgebete, die seelsorgerliche Begleitung von Klienten und Mitarbeitenden, ethische Fallbesprechungen, Sterbebegleitung, Fortbildungsangebote zu christlichen Themen und vieles mehr.

Diakonische Kultur: Einladend mit gemeinsamen Werten

In der Diakonie arbeiten Menschen wie Du und ich für Menschen wie Du und ich. Menschen mit anderen Weltanschauungen und religiösen Überzeugungen gehören dazu. Dazu gehört selbstverständlich, dass wir eine andere religiöse Überzeugung achten.

In den meisten diakonischen Einrichtungen und Diensten wird erwartet, dass sich alle Mitarbeitenden in ihrer Haltung den Menschen gegenüber an den christlichen Werten orientieren:

Barmherzigkeit,
Freiheit im Geist der Nächstenliebe,
Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft im täglichen Tun, Streben nach Gerechtigkeit,
Achtung vor dem Leben und Respekt für die Würde jedes Menschen
.

Übersetzt in die tägliche Arbeit mit Menschen bedeutet dies regelmäßig:

Wir möchten, dass von uns begleitete Menschen in der Ausübung ihres christlichen Glaubens und bei der Teilnahme an christlichen Anlässen und Feiern unterstützt werden, z.B. durch die Begleitung zum Sonntagsgottesdienst oder beim Sprechen eines Gebets.

Zu unserem christlichen Selbstverständnis gehört es, dass wir einen respektvollen Umgang mit Menschen aus allen religiösen Traditionen und Kulturen erwarten. Herabwürdigende oder beleidigende Äußerungen über gemeinschaftliche oder persönliche Glaubensvollzüge werden von uns nicht geduldet.

Zu unserem Selbstverständnis gehört ebenfalls, dass Mitarbeitende die christlichen Werte respektieren, die unsere Einrichtungen prägen. Religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen bzw. religiöse Praktiken dürfen der Wahrnehmung der täglichen Aufgaben nicht im Wege stehen.
Das Missionieren oder Werben für andere Religionen während der Arbeit wird von uns nicht gewünscht.

Eine Ablehnung von übertragenen Aufgaben aus religiösen Gründen (z.B. in den Bereichen Pflege und Ernährung) ist grundsätzlich nicht möglich.

Grenzen, die eine Mitarbeit in der Regel nicht möglich machen, sind z.B. die Mitgliedschaft in oder das Sympathisieren mit Sekten oder sektenähnlichen Organisationen, sowie mit Organisationen, die politisch radikales Gedankengut vertreten oder entsprechende Symbole oder Schriften verwenden.


Anforderungen

Die Grundlage für die Mitarbeit ist kirchengesetzlich in der Anforderungsrichtlinie der EKD beschrieben.

Weitere Informationen:

Anforderungsrichtlinie der EKD